Die Malerei von Sevim Zorlu ist geprägt von spontanen, energischen Gesten und starken Farben. Sie arbeitet überwiegend mit Öl- und Acrylfarben auf Leinwand, häufig in mehreren Schichten, die sie überarbeitet, abträgt, neu aufbaut. Dieser Prozess schafft Tiefe, Brüche und unerwartete Verbindungen im Bild.
Ihre Werke bewegen sich im Bereich der informellen und expressiven Abstraktion. Typisch sind:
- fließende Übergänge zwischen kontrollierten und impulsiven Bewegungen
- farbintensive Kompositionen, die Stimmungen transportieren
- strukturierte Oberflächen, die Erinnerungen an Landschaften, Emotionen oder Bewegungen wecken
- großformatige Arbeiten, die den Raum mit Energie füllen
Für Zorlu beginnt jedes Bild ohne festgelegtes Ziel. Sie folgt Impulsen, reagiert auf Farbe, auf Material und auf den Moment. Viele ihrer Werke entstehen über Wochen hinweg und durchlaufen mehrere Wandlungen. Erst wenn die Oberfläche für sie „atmet“, ist ein Bild abgeschlossen.
Ihre Malerei ist kein Abbild, sondern ein Dialog – zwischen innerem Erleben und äußerer Form, zwischen Vergangenheit und Gegenwart.